Wasser im Strohhalm fangen

gefangenes Wasser
gefangenes Wasser

Aus einem Strohhalm/Trinkhalm trinken ist für die meisten Kinder das Größte. Jetzt wird damit einmal experimentiert:

 

 

Experimentdurchführung: 

Wir haben ein Glas mit Wasser gefüllt, welches wir mit Wasserfarbe blau eingefärbt haben. 

Dann haben wir einen Strohhalm dazu genommen.

 

Die Kinder merken relativ schnell, dass sich der Strohhalm mit Wasser füllt, wenn sie ihn einfach ins Glas stellen - und zwar so weit, wie das Wasser reicht.

 

Wenn die Kinder den Strohhalm herausziehen, verbleibt das Wasser nicht im Strohhalm. Es fließt unten heraus.

 

Wenn die Kinder das obere Loch des Strohhalms jedoch verschließen, dann bleibt das Wasser im Halm. Das funktioniert bei dem dicken Halm genauso wie bei dem dünnen. Wobei schon festzustellen ist, dass das Wasser im dicken Strohhalm eher schon mal tropfenweise den Strohhalm verlässt.

 

Erklärung:

Wenn der Strohhalm unverschlossen aus dem Wasser gezogen wird, läuft das Wasser heraus. Welche Kräfte wirken hier?

Das Wasser ist schwerer (dichter) als Luft und will nach unten. Gleichzeitig drückt Luft von oben in den Strohhalm herein, die an Stelle des Wassers dann auch von oben Luft in den Halm strömt. Das Wasser kann ungehindert fließen!

 

Wird der Strohhalm zugehalten, kann von oben keine Luft nachströmen. Der Luftdruck von oben ist kaum noch da. Die Gewichtskraft des Wassers allein reicht nun nicht mehr aus, damit das Wasser aus dem Strohhalm fließen kann: Der Luftdruck von unten ist zu groß, der Luftdruck von oben fehlt.

 

Kindern kann man es vielleicht auch so erklären, dass sich Luft und Wasser gegenseitig den Weg versperren und keiner genügend Kraft mitbringt, den anderen beiseitezuschieben. Dieses Phänomen ist umso größer, je kleiner die Öffnung ist, durch die der Luft-/Wasseraustausch stattfinden muss.

 

 

 

Experimentvariante:

Das obere Loch des Strohhalms verschließen und dann den Strohhalm senkrecht ins Wasserglas tauchen. Jetzt dringt kein Wasser in den Halm ein. Wenn der Halm mit Luft gefüllt ist, kann das Wasser nicht hereinströmen, weil die Luft nicht entweichen kann. 

 

Ein schönes Experiment ist auch das mit Wasser gefüllte Glas. Wegen der großen Öffnung muss unten ein Blatt Papier angelegt werden. Das Phänomen ist aber eigentlich das Gleiche. Vgl. "Luft drückt auch von unten". 

 


 

 

 

 

 

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