Warum sind die Tage kürzer?

Oder anders herum: Warum sind die Nächte länger?

 

Lange draußen spielen geht jetzt nicht mehr. Spätestens gegen 17 Uhr ist es schon ziemlich dunkel. Was hat sich verändert?

 

Auch wenn die Sonne immer scheint, erreichen uns in Deutschland die Sonnenstrahlen im Herbst/Winter nicht mehr so lange.

 

Sonnenstrahlen erreichen immer nur einen Teil der Erde, weil immer nur eine Seite der Erde zugewandt ist. Auf der zugewandten Seite ist Tag, auf der abgewandten Seite ist Nacht. Wenn sich die Erde innerhalb von 24 Stunden um sich selbst dreht, ist in jedem Land auf der Erde einmal Nacht und einmal Tag gewesen.

 

Auf der Sonnenseite ist es so, dass die Sonnenstrahlen jedoch nicht alle Orte für dieselbe Zeitspanne erreichen. Das liegt daran, dass die Erde schräg zur Sonne steht.

 

Am besten kann man sich das so vorstellen:

Die Sonne erzeugt auf der Erde einen großen Lichtkreis. Aufgrund der Schräglage verrutscht dieser im Verlauf eines Kalenderjahres. In unserem Frühling/Sommer liegt mehr als die Hälfte dieses Lichtkreises nördlich vom Äquator und in unserem Herbst/Winter liegt die größere Hälfte dieses Lichtkreises südlich des Äquators.

 

Wenn sich die Erde im Verlauf eines Tages um sich selbst dreht, ist die Sonnenscheindauer im Herbst/Winter somit einfach kürzer. Das erkennen Kinder sehr schön daran, dass die Sonne im Herbst/Winter nicht annähernd so hoch am Himmel steht wie im Sommer.

 

Je näher Länder an Nord-/Südpol liegen, desto größer ist übrigens der Unterschied von Tag und Nacht. Am Äquator ist dagegen im Verlauf eines Jahres kein Unterschied festzustellen.

 

 

Anmerkung:

In dem Artikel "Warum werden die Tage länger?" habe ich ein schönes Modell vorgestellt, welches veranschaulicht, wie in den Jahreszeiten die Sonnenstrahlen die Erde erreichen.

Mit einer Taschenlampe und einem großen Globus kann man die Jahreszeiten aber auch sehr gut nachstellen.

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